Die
nunmehr 6., völlig überarbeitete & erweiterte
Auflage
mit 'Informationen und Adressen aus
dem
deutschen Literaturbetrieb und der Medienbranche'
(Untertitel)
liegt nun als 'Das Standardwerk'
(Untertitel)
vor. Und unsere Aufgabe ist es
nun,
durch Vergleich mit der 5. auflage von 2001
den
Fortschritt an Autorensupport zu dokumentieren.
Beim
Durchsehen der Inhaltsverzeichnisse
stellt
man fest, daß das Kapitel 'Internet und neue
Medien'
fehlt, dafür gibt's das Kapitel 'Kontaktaufnahme:
Anschreiben
- Exposé - Textprobe/
Manuskript',
welches früher 'Das Manuskript
und
seine Gestaltung' hieß. Neu ist das Kapitel
'Geldverdienen
mit literarischen Dienstleistungen'.
Im
Grunde ist die Struktur also geblieben - freilich
wurden
unverzichtbare Basisartikel aktualisiert &
neue
ergänzt - schließlich hat die Neuauflage ca.
70
Seiten mehr.
Was
sind nun die für emporstrebende Autorinnen
&
Autoren die Standardartikel?! Uschtrin betont
in
ihrem Vorwort, daß dies ein Handbuch für
alle
Genre-Vertreter ist & sich sowohl für Anfänger
als
auch für Fortgeschrittene nutzbringend einsetzen
läßt.
Sicherlich ist es schön zu lesen, daß Michael
Krüger
zum Schreiben ermuntert, andererseits
warnt
Kurt Drawert, daß man natürlich vom
Lyrikschreiben
alleine nicht leben kann - dennoch
gibt
es 11 Seiten speziell von Verlagen, die Lyrik
veröffentlichen.
Andreas Mäckler liefert einen
durchaus
sachlich-kritischen Artikel über die BoDPublikationsmethode
&
fügt auch eine kommentierte
Linkliste
bei. Interessant natürlich das Kapitel
über
'Zeitschriften und Zeitungen' mit einem
umfangreichen
kommentierten Verzeichnis. Immer
mehr
ins Blickfeld geraten Agenturen, die auch
zahlreich
gelistet & beschrieben werden.
Sehr
ausführliche Informationen & Verzeichnisse
gibt
es für Drehbuchautoren. Die Grundtugenden
für
die Kontaktaufnahme mit Verlagen
vermittelt
ein kurzes Kapitel u.a. mit einer Manuskript-
Normseite.
Wir erfahren etliches über die
'Aus-
und Fortbildung für SchriftstellerInnen' & die
Möglichkeiten
zum Geldverdienen vom Ghostwriting
bis
zu Lesungen an Schulen.
Sehr
verlockend präsentiert sich auch das Kapitel
über
Preise & Wettbewerbe, verbunden mit
einer
(Link-)Liste für Bewerbungszwecke. Immer
wieder
erfrischend ist es, den 'Normvertrag für
den
Abschluß von Verlagsverträgen' durchzuschmökern
&
für Leute, die mangels durchschlagendem
Erlolg
die Solidarisierung mit anderen suchen,
gibt's
ein Kapitel über 'Verbände, Vereinigungen
und
Institutionen'. Schließlich rundet noch
eine
ausführliche Bücherliste zum Thema Schreiben
&
Veröffentlichen in allen möglichen Aspekten
den
Band ab.
Fairerweise
wird hier auch das 'Jahrbuch für
Autoren
und Autorinnen' aus dem Autorenhaus-
Verlag
genannt. Nebenbei bemerkt hat sich dieser
Verlag
geweigert, ein Rezensionsexemplar für
KULT
zur Verfügung zu stellen, weswegen es mit
diesem
Hinweis auf die mögliche Konkurrenz oder
Ergänzung
bewendet sein möge. Viele Autorinnen
&
Autoren werden Sandra Uschtrin dankbar sein
für
ihr aufwendiges Unternehmen, wenn auch immer
wieder
jede Menge Eigeninitiative erforderlich
ist,
um literarisch öffentlich zu werden. Jedenfalls
kann
dieses 'Handbuch' vielfältige Wege weisen &
Horizonte
öffnen.